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Neukirchen, das Tor zum Erzgebirge begrüßt Sie recht herzlich.


Neukirchen im Oktober 2021


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

endlich ist es so weit. Wir erwarten für den einen Teil unserer größten Investitionen der kommenden Jahre die ersten Fördermittelbescheide. Dabei handelt es sich um die Förderung des Kreisverkehrs an der Stollberger Straße sowie dem ersten Teilabschnitt der neuen Forststraße und der zentralen Bushaltestelle. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Realisierung unseres Grundschulneubaus. Denn ohne Kreisverkehr und Bushaltestelle gibt es keine Erschließung für das Grundstück der Grundschule. 

Sobald die Fördermittelbescheide vorliegen können wir endlich in die Ausschreibung für die Baumaßnahmen gehen. Diese beinhalten neben der Anbindung an die Stollberger Straße auch die Regenentwässerung des neuen Standorts. Dazu wird es notwendig sein, ein Regenrückhaltebecken in der Nähe des Krehergrundes zu errichten, um im Falle von Starkregenereignissen einen Zwischenspeicher zu haben, von dem aus das Wasser gedrosselt in den Kreherbach eingeleitet wird. 

Ziel ist es im Frühjahr 2022 mit den Arbeiten zu beginnen und diese bis zum Ende des Jahres auch abgeschlossen zu haben. Dazu wird es an der Stollberger Straße zu einer Vollsperrung der Kreuzung zum Gewerbegebiet kommen. Der Verkehr aus Richtung Stollberg kommend soll dann mittels Bypass über das Gewerbegebiet, den Kreisverkehr am Abzweig Adorf und die Hauptstraße im Gemeindegebiet umgeleitet werden. Dies ist die effektivste Art, den Kreisverkehr zu errichten. 

Neben den guten Neuigkeiten, dass das Projekt endlich starten kann, gibt es allerdings auch einen Wermutstropfen. Die angestrebten Fördersätze wurden im Zuge der letzten Anpassungen der Straßenbauförderung im Freistaat Sachsen deutlich reduziert. So erhalten wir für den Kreisverkehr 70 statt 90 Prozent; für die Bushaltestelle und deren Anbindung an die Stollberger Straße 75 Prozent und für die restlichen Straßenflächen überhaupt keine Förderung. Das erhöht die Eigenanteile der Gemeinde immens und wird zu einigen Einschnitten im Haushaltsplan 2022 und 2023 führen. 

Parallel dazu arbeiten wir weiter an einer Fördermöglichkeit für den Neubau der Grundschule. Wie bereits in einem vorangegangen Amtsblatt geschildert, stehen den über 400 Kommunen für den Schulhausbau in diesem Jahr 40 Mio. Euro zur Verfügung. Jedoch wurden im Kultusministerium Förderanträge in Höhe von 180 Mio. gestellt. Bei dieser mehrfachen Überzeichnung der Fördermittel macht zumindest das vom Bund beschlossene Ganztagsförderungsgesetz Hoffnung auf bessere Fördermöglichkeiten. Durch dieses Programm sollen dem Freistaat Sachsen ca. 100 Mio. Euro zusätzliche Mittel zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur im Zusammenhang mit der Ganztagesbetreuung zur Verfügung gestellt werden. Wann und unter welchen Bedingungen die Förderung erfolgen kann, soll nun mittels einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern sowie einer sächsischen Förderrichtlinie bis zum Ende des Jahres geklärt werden. Sollten auch diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sein, werden wir uns zunehmend Gedanken über alternative Finanzierungsquellen machen müssen. Ich halte Sie dazu wie gewohnt auf dem Laufenden. 

Ich wünsche uns einen goldenen Herbst und hoffe, dass wir uns bald wieder persönlich auf Veranstaltungen in unserer Gemeinde sehen werden. 

Sollten Sie Fragen zur Gemeinde haben, stehen Ihnen die Gemeindeverwaltung und ich gern unter den bekannten Kommunikationswegen zur Verfügung.

Ihr Bürgermeister, Sascha Thamm