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Neukirchner Wetter

Geschichtliches

um 1200
Erste Erwähnung von Neukirchen im Zinsregister des Klosters Chemnitz
Zuvor wurde die Würschnitzniederungen auf Initiative der Mönche des Klosters erschlossen und es kam zur Ansiedlung fränkischer Bauern in der Region.
Mit der Erschließung wurde ein kleines Kirchlein für das neu entstandene Dorf gebaut. Nach diesem wurde der Ort bei der "Neuen Kirche" benannt. 

1331
Die Bannmeile der Stadt Chemnitz versagt den Handwerkern der umliegenden Dörfer, ihre Erzeugnisse in Chemnitz zu verkaufen.

1537
Als Heeresfolge des Klosters Chemnitz waren von Neukirchen "55 besessene Mann", 29 Hausgenossen und 8 Fußknechte sowie 55 Spieße, 1 Pferd und 20 Zäume und Sättel zu stellen. Daraus lässt sich schließen, dass sich 55 Männer Besitzer eines Gutes (mit Land) nennen konnten. Weitere 29 Männer besaßen ein Haus. Man rechnet mit durchschnittlich 5 Leuten, die zu Familie und Hof gehörten. Daraus ergibt sich eine geschätzte Einwohnerzahl von etwa 420.

1541
Auflösung des Klosters Chemnitz
Zu diesem Zeitpunkt war Neukirchen das größte Klosterdorf und zahlte die höchsten Geldzinsen, mit denen Frondienste zum Teil abgelöst wurden.

1543
Verkauf der Fluren des säkularisierten Klosters an geeignete Bewerber
Dabei fielen Neukirchen, Adorf und Klaffenbach an den reichen Annaberger Münzmeister Wolff von Hühnerkopf und bildeten die Gerichtsherrschaft Neukirchen.

1613
Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erfolgte die Verleihung der Herrschaft an den Freiherrn Dietrich von Taube, einen kurfürstlichen Kammerjunker und Stallmeister und unter ihm wurde das bekannte Wasserschloss erbaut, welches heute auf Klaffenbacher Flur (Stadt Chemnitz) steht.

1653 
Freiherr Johann Georg von Taube erlangte für die Einwohner seiner Herrschaft das Recht, ihre Leinwandfabrikate in Chemnitz verschneidern lassen und verkaufen zu dürfen. Das war bis dahin von den städtischen Zünften verhindert worden. Es galt das Recht der städtischen Bannmeile, mit dem die Entwicklung der umliegenden Dörfer zugunsten der Stadt Chemnitz gehemmt wurde.

1671
Neukirchen erhielt vom Kurfürsten dank des wirkens von Johann Georg von Taube das Markt- und Stadtrecht. Die daraufhin umgehend eingereichten Beschwerden der Stadt Chemnitz fielen auf fruchtbaren Boden und die Stadtgerechtigkeit wurde zurückgenommen.

1839
In diesem Jahr wurden erstmals Gemeindevertreter gewählt
Das Industriezeitalter erforderte nicht nur veränderte ökonomischen Strukturen, sondern stellte auch an die Verwaltung neue Anforderungen. Dem wurde mit der Gemeinderatswahl Rechnung getragen.
Neukirchen gehörte zur königlich-sächsischen Kreisdirektion Zwickau, das zuständige Gerichtsamt war Chemnitz.
Vor allem die Textilindustrie siedelte sich hier - wie auch in der gesamten Region - an.

1868 
Neukirchen verkauft seine Marktrechte an Burkhardtsdorf.
Mit der Industrialisierung ging ein starkes Wachstum der Einwohnerzahlen einher:

  • 1885 - 3168 Einwohner
  • 1895 - 4475 Einwohner
  • 1913 - 6000 Einwohner

Dies und fortschreitende technische Möglichkeiten prägten das Bild des Ortes. So entstanden entlang der Dorfstraße zahlreiche Häuser, Straßen wurden reguliert, um den sich verändernden Anforderungen des Verkehrs gerecht zu werden. Die erste Buslinie zwischen Chemnitz und Neukirchen wurde 1910 in Betreib genommen.
Mit der zentralen Wasserversorgung durch das Wasserwerk wurde 1914 fast jedes Haus an das Rohrleitungssystem angeschlossen.
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte mit dem Ersten Weltkrieg, Weimarer Republik, Arbeitslosigkeit, Geldentwertung und schließlich Hitler Regime und Zweitem Weltkrieg einschneidende Ereignisse für den Ort und seine Bewohner.

nach 1945 
Der Wiederaufbau nach dem Krieg begann unter anderem auch mit den Zugezogenen aus den Ostgebieten. Er brachte auch die Verstaatlichung der Betriebe und der Landwirtschaft mit sich.

ab 1989
Mit der politische Wende kam auch der Niedergang unrentabler Betriebe, jedoch wurden gleichzeitig die neuen Möglichkeiten für Ort und Bürger vielfältig genutzt. Es entstanden neue Wohnsiedlungen und das Marktplatz-Zentrum mit Wohn- und Geschäftshäusern.

1993 
Grundsteinlegung im Gewerbegebiet Süd-West, Ansiedlung von produzierendem Gewerbe

 ... wird fortgesetzt

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Gemeinde Neukirchen/Erzgeb.

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09221 Neukirchen/Erzgeb.

Tel.: 0371/271020
Fax: 0371/217093
gemeinde@neukirchen-erzgebirge.de

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